Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist der bedeutendste Pfeiler der sozialen Vorsorge in der Schweiz und ist für alle obligatorisch.

Mit den Altersrenten trägt die AHV dazu bei, den Versicherten im Alter den Rückzug aus dem Berufsleben zu ermöglichen und den materiell gesicherten Ruhestand zu gewährleisten.

Die Hinterlassenenrente soll verhindern, dass zum menschlichen Leid, das der Tod eines Elternteils oder Ehepartners über die Familie bringt, auch noch eine finanzielle Notlage hinzukommt.

Die AHV basiert in erster Linie auf der Solidarität zwischen den Generationen. Die laufenden Renten werden vor allem durch die aktive Bevölkerung finanziert. Dies geschieht im Vertrauen darauf, dass spätere Generationen das Gleiche tun und das Werk weiterführen werden. Diese Solidarität zwischen den Generationen wird auch Generationenvertrag genannt.

Aber die Solidarität in der AHV geht noch weiter: Besserverdienende unterstützen schlechter gestellte Versicherte. Sie bezahlen mehr Beiträge, als zur Finanzierung ihrer eigenen Rente nötig ist, während wirtschaftlich schlechter Gestellte mehr Leistungen beziehen, als es ihren Beiträgen entspricht. So findet ein Ausgleich zwischen Arm und Reich statt.

Mit den Erziehungs- und Betreuungsgutschriften kommt zudem die Solidarität kinderloser Personen mit Müttern und Vätern und von Personen ohne Betreuungsaufgaben mit jenen, die sich um pflegebedürftige Verwandte kümmern, zum Tragen.

Mit der Einkommensteilung (dem Splitting) schliesslich spielt bei der AHV auch die Solidarität zwischen den Ehepartnern.